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14.08.2014

Patientengeschichte von Walburga: „Man darf sich trotz Rosacea nicht verkriechen, sondern sollte fröhlich weiterleben!“

Mein Name ist Walburga und bei mir wurde Rosacea (Rosazea) diagnostiziert. Schon Jahre lang litt ich unter Rötungsschüben im Gesicht, besonders um die Nase herum. Vor eineinhalb Jahren kamen noch Pickel und Pusteln hinzu. Ich entschied mich einen Hautarzt aufzusuchen, der schließlich eine Behandlung gegen die Symptome einleitete. Heute habe ich aufgrund der Diagnose und der regelmäßigen Beobachtung durch den Arzt gelernt, mit Rosacea zu leben.

Die ersten Symptome

Ich leide schon seit mehreren Jahren unter plötzlichen Rötungsschüben im Gesicht, doch zunächst nahm ich die Erkrankung nicht wirklich ernst. Es gibt Schlimmeres, dachte ich mir. Da meine Tochter Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel hat, tippte ich zunächst auf eine ähnliche Ursache für meine Rötungen. Besonders wenn ich nach dem Essen einen Tee trank, traten akute Rötungsschübe auf. Auch Temperaturschwankungen und großer Stress bringen mein Gesicht noch heute zum Glühen.

Eine befreiende Diagnose

Nachdem vor eineinhalb Jahren Pusteln und Pickel zu den Rötungen hinzukamen, fühlte ich mich zunehmend unwohl und suchte einen Hautarzt auf. Für ihn war die Ursache klar: Es handelt sich um Rosacea. Mein Hautarzt leitete eine geeignete Therapie mit einem niedrig dosierten Antibiotikum ein. Ich hatte von der Erkrankung vor vielen Jahren schon einmal während meiner Ausbildung zur Pflegekraft gehört und verband damit sofort die rote Knollennase, für die die Erkrankung so bekannt ist. Doch die Angst, dass auch ich bald mit solch einer Nase rumlaufen muss, wurde mir schnell von meinem Hautarzt genommen. Vier Wochen nach Beginn der Therapie gingen die Pickel und Pusteln enorm zurück und ich merkte richtig, dass sich meine Haut beruhigte. Besonders die betroffene Partie um die Nase, die vorher sehr gerötet war, hat nun wieder ihre normale Farbe angenommen. Der aktuelle Zustand meiner Rosacea ist für mich akzeptabel. Ich bin ein dunkler Hauttyp und decke meine Haut mit Make-up gut ab, sodass nicht jede Rötung direkt sichtbar wird.

Ich klärte meine Kollegen über Rosacea auf

Ich arbeitete früher als Pflegedienstleitung im Krankenhaus und natürlich bemerkten auch dort die Kollegen die plötzlichen Rötungsschübe in meinem Gesicht. Ich fühlte mich unwohl und hilflos zugleich, da ich vor der Diagnose machtlos gegen die Rötungen und Entzündungen im Gesicht war. Mit meinen kalten Händen versuchte ich verzweifelt während den Schüben meine Rötungen zu lindern, doch wie ich selbst wusste, war dies keine Lösung. Es war ein unangenehmes Gefühl ständig auf das eigene Erscheinungsbild angesprochen zu werden oder sich Kommentare, wie „Haben Sie gestern lange gefeiert?“ anzuhören. So erklärte ich meinen Kollegen die Situation und konnte meinen Rötungen nach der Diagnose endlich einen Namen geben: Rosacea.

Was ich noch weitergeben möchte

Trotz des Wissens darüber, dass Alkohol auch zu den Auslösern meiner Symptome gehört, genehmige ich mir ab und zu ein kleines Gläschen Wein. Ich denke man sollte generell schon versuchen, die Auslösefaktoren im Alltag zu vermeiden, sollte sich jedoch manchmal auch etwas gönnen. Also atmen Sie tief durch und verkriechen Sie sich nicht. Leben Sie fröhlich weiter und genießen Sie die kleinen und großen Freuden des Lebens!

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