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19.09.2014

Patientengeschichte von Helena: „Du hast aber schöne Apfelbäckchen! – schon in meiner Kindheit wurde ich immer wieder auf meine Rötungen angesprochen“

Mein Name ist Helena und ich leide seit meinem 24. Lebensjahr an Rosacea (Rosazea). Anfangs war mir nicht bewusst, dass es überhaupt eine Hauterkrankung mit dem Namen Rosacea gibt.

Wenn ich einen Blick in die Vergangenheit werfe, haben sich bei mir jedoch eigentlich schon seit meiner Kindheit einige der typischen Symptome von Rosacea gezeigt. Da wären beispielsweise die „niedlichen roten Apfelbäckchen“, auf die mich die Menschen in meiner Umgebung schon als Kind immer wieder ansprachen. Vor allem in den Wintermonaten ließ mir die kalte Jahreszeit regelmäßig „die Röte“ ins Gesicht steigen. An eine Hauterkrankung habe ich jedoch nie gedacht.

Meine unerwartete Diagnose

Das änderte sich jedoch, als ich vor ein paar Jahren an perioraler Dermatitis (auch Mundrose genannt) erkrankte und professionelle Hilfe bei einem Hautarzt suchte. Schon seit meiner Teenie-Zeit habe ich eine problematische Mischhaut. Besonders die Wangen und meine Stirn waren mitunter so trocken, dass ich jahrelang fast ausschließlich zu reichhaltigen Cremes mit hohem Fettanteil griff. Die Folge war ein unangenehmer Ausschlag mit vielen Pickelchen und sogar NUR Bläschen, die sich im Bereich um Mund und Nase bildeten. Der Ausschlag, der zu den Rötungen jetzt noch hinzukam, sorgte dafür, dass ich noch mehr versuchte die betroffenen Stellen mit Cremes und Make-up abzudecken, wodurch sich mein Hautbild zusätzlich verschlimmerte. Ein Teufelskreis! Als erste Therapiemaßnahme musste ich aus diesem Grund erst einmal auf jede Form von Pflege- oder Kosmetikprodukten verzichten. Angefangen bei der Waschlotion, über die Gesichtscreme bis zu meiner Mascara; alle kosmetischen Produkte verschwanden für 2 lange Wochen im Schrank. Eine Überwindung, die mir wirklich schwer viel, da ich in meinem Alltag sonst nie auf Make-up und Co verzichtete.

Doch bei dieser Diagnose sollte es nicht bleiben. Neben der perioralen und periokulären Dermatitis diagnostizierte mir der Hautarzt am gleichen Tag auch noch Rosacea, eine Hauterkrankung von der ich zuvor noch nie gehört hatte.

Mein Arzt klärte mich direkt über die Erkrankung und die weitere Therapie auf, zuhause las ich mich anschließend ausführlich über Rosacea ein. Zum Glück habe ich nur eine leichte Form, so dass bei mir eine rein äußerliche Behandlung ausreicht. Was mir nach meiner Diagnose außerdem sehr geholfen hat, war die Beratung in einem in der Praxis ansässigen Kosmetikstudio, das sich auf Rosacea spezialisiert hat. Hier bekam ich tolle Tipps, mit welchen Produkten ich meine Haut pflegen und auch schminken kann.

Dank der medizinischen Behandlung und der kosmetischen Beratung habe ich heute meine Rosacea gut im Griff. Wenn ich abgeschminkt bin, sieht man außer einer leichten rosa Färbung meiner Wangen fast gar nicht mehr, dass ich überhaupt an Rosacea leide.

Gut informiert gegen meine Auslöser (Trigger)

Größere Probleme mit Rosacea-Schüben (Flushs) bekomme ich, wie viele andere Betroffene auch, bei körperlicher Anstrengung, wenn ich etwa Sport treibe oder bei starker Hitze im Auto. Die Sonne stellt für mich ebenfalls einen starken Auslösefaktor dar. Meine Haut schütze ich deshalb täglich mit Sunblocker LSF 50, den ich unter meinem Make-up trage. Auch wenn ich mich ständig vor den Sonnenstrahlen schütze, bekomme ich an besonders sonnigen Tagen nach wie vor starke Rötungen und Pusteln. Ich habe meine Auslöser identifiziert und kann jetzt auch im Alltag gut mit Rosacea umgehen. Meine Lebensgewohnheiten musste ich nach der Diagnose erfreulicherweise wenig umstellen. Scharfes Essen oder Wein habe ich zum Beispiel schon vorher gemieden – wahrscheinlich aus reiner Intuition.

Sonnenschutz ist bei mir am wichtigsten

Für mich gehört die Sonne zu den stärksten Auslösefaktoren. Mein Tipp für andere Rosacea Betroffene lautet daher, möglichst immer auf ausreichend Sonnenschutz zu achten, auch an sonnigen Wintertagen! Mir hat es sehr geholfen, die Sonne als einen der wichtigsten Auslösefaktoren für meine Rosacea zu identifizieren. Ich empfehle anderen Betroffenen deshalb, sich auch über ihre Auslöser klar zu werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass beispielsweise ein Rosacea-Tagebuch hierbei helfen kann.

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