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26.06.2014

Patientengeschichte von Anne B.: „Man muss sich seiner Rosacea stellen!“

Mein Name ist Anne B.

Seit sechs Jahren leide ich an Rötungen im Gesicht, im Laufe der Zeit kamen Papeln und Pusteln dazu. Ich wusste sehr lange nicht, was dahinter stecken könnte. Erst im vergangenen Jahr erfuhr ich, dass es sich um Rosacea (Rosazea) handelt. Bis zur Diagnose hatte sich mein Hautzustand immer mehr verschlechtert. Damit andere Betroffene nicht so lange wie ich auf die richtige Therapie warten müssen, möchte ich über Rosacea aufklären.

Die ersten Symptome und Reaktionen meines Umfelds

Vor sechs Jahren traten die ersten Symptome bei mir auf. Ich bekam eines Tages Rötungen im Gesicht und spürte ein Brennen auf der Haut. Aufgrund der auffälligen Gesichtsröte glühte ich förmlich. Sowohl Bekannte als auch Fremde sprachen mich auf die Rötungen an: „Was hast du denn da im Gesicht?“ Meine Mitmenschen mussten mich nicht einmal unbedingt ansprechen. Allein die Art, wie sie mich anschauten, war bereits eine Qual. Mein Selbstbewusstsein litt enorm.

Der Weg zur Diagnose

Als der Hautarzt Rosacea diagnostizierte, leitete er direkt eine geeignete Therapie ein, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Ich nehme bis heute ein niedrig dosiertes Antibiotikum. Dieses schlug glücklicherweise sofort an. Wenn ich es zwischenzeitlich absetze, dauert es jedoch keine Woche und die Rötungen werden wieder stärker. Mit der Diagnose gewann ich meine frühere Lebensqualität zurück. Jahrelang hatte ich meine Haut falsch behandelt, sie wurde immer gereizter. Mittlerweile weiß ich, dass die sensible Rosacea-Haut eine besondere, spezielle und individuelle Pflege benötigt.

Mein Alltag mit Rosacea

Neben der richtigen Therapie ist auch die Vermeidung von Provokations-Faktoren wichtig, um die Rosacea zu lindern. Ich wurde mir über meine individuellen Auslöser bewusst und versuche, sie nun zu meiden. Der schlimmste Faktor ist bei mir „Stress“. Daher ist es rückblickend wenig verwunderlich, dass die Erkrankung in einer sehr stressigen Phase meines Lebens erstmals in Erscheinung trat. Da ich nun mit meiner Rosacea umzugehen weiß, habe ich mein Selbstbewusstsein zurückgewonnen. Ich fühle mich wieder attraktiv und kann ein beinahe normales Leben führen.

Was ich anderen Betroffenen sagen möchte

Auch andere Betroffene haben diese Chance! Viele wissen aber nicht, dass sie an Rosacea leiden. Statt zum Hautarzt zu gehen, verwechseln sie ihre Rosacea mit Akne und behandeln ihre Haut entsprechend. Mit unangenehmen Folgen. Wäre mir Rosacea bereits früher ein Begriff gewesen, hätte ich vielleicht schon meine ersten Symptome deuten und einen Hautarzt darauf ansprechen können. Ich bin dankbar, dass ich einen Arzt fand, der die richtige Diagnose stellte und mich korrekt behandelte.
Das wünsche ich mir auch für andere Patienten. Wenn man Rosacea bei sich vermutet, sollte man frühzeitig einen Hautarzt aufsuchen! Viele Betroffene versuchen ihre Hautprobleme mit diversen Kosmetika zu kaschieren. Nicht jedes Kosmetikprodukt ist jedoch für die Rosacea-Haut geeignet. Nur der Hautarzt kann die geeignete Behandlung und Pflege in Absprache mit dem Patienten festlegen. Nach meinem langen Leidensweg ist es nun schön, einen Experten an meiner Seite zu haben. Ich weiß, dass ich meine Erkrankung nicht allein bewältigen muss.

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