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24.04.2014

Patientengeschichte von Kathrin L.: „Rötungen müssen nicht zum ständigen Begleiter werden.“

Mein Name ist Kathrin L.
Jahrelang litt ich an Hautproblemen, ohne zu wissen, dass es sich um Rosacea (Rosazea) handelte. Immer häufiger auftretende Rötungen veranlassten mich vor zwei Jahren schließlich dazu, einen Hautarzt aufzusuchen. Als ich die Diagnose bekam, wusste ich zunächst nichts über diese Hauterkrankung. Daher ist es mir wichtig, meine Erfahrungen mit anderen Betroffenen zu teilen. Aber auch Menschen mit gesunder Haut sollten über Rosacea aufgeklärt werden, damit Betroffene nicht mehr ihren fragenden Blicken ausgesetzt sind.

Immer wieder diese Hautprobleme

Ich hatte schon seit jeher Hautprobleme. Diese wurden allerdings stetig schlimmer. Hinzu kamen Rötungen, besonders nach der Pflege mit Kosmetika. Obwohl ich verschiedene Produkte aus der Apotheke, dem Reformhaus und der Parfümerie ausprobierte, verbesserte sich mein Hautbild nicht. Stattdessen traten die Rötungen immer häufiger auf, auch bei Stress und in der Sonne; da begriff ich, dass ich handeln musste.

Diagnose und Therapie

Ich vereinbarte einen Termin in einer Hautklinik. Dort stellte der Hautarzt bereits durch eine Blickdiagnose nach wenigen Minuten Rosacea fest. Rosacea – Was ist das denn? Ich wusste überhaupt nichts über dieses Hautleiden, weder dass es chronisch ist, noch dass es verschiedene Schweregrade gibt. Deshalb begab ich mich auf Informationssuche. Zugleich erhielt ich von da an eine passende Therapie. Diagnose und Behandlung waren für mich eine große Erleichterung, weil ich nun wusste, wie ich mich verhalten muss.
Kurz nach der Diagnose unterzog ich mich einer Laser-Therapie: sechs Sitzungen über achtzehn Monate. Diese wirkte sehr gut gegen meine erweiterten Äderchen, so dass ich heute die Erkrankung kaum mit Medikamenten behandeln muss. Lediglich bei Schüben bekomme ich von meinem Hautarzt zusätzlich eine Creme gegen die Rötungen verordnet. Glücklicherweise hatte ich seit meiner letzten Laser-Sitzung vor drei Monaten keinen neuen Schub. Nach wie vor handelt es sich bei mir um Rosacea im ersten Schweregrad, es trat also keine Verschlimmerung meines Hautzustandes ein.
Nach der Diagnose passte ich die Wahl der Pflegeprodukte meinem Hautleiden an: Ich verwende täglich Pflegeprodukte aus der Apotheke, die auf die Rosacea-Haut abgestimmt sind. Dazu gehören ein seifenfreies Syndet sowie eine Tagescreme. Doch nicht nur meine Hautpflege, sondern auch meine Lebensgewohnheiten änderte ich.

Vermeidungsstrategie im Alltag: mein Stressmanagement

Im Alltag meide ich Faktoren, die bei mir Rötungsschübe auslösen. Dazu zählen hauptsächlich Hitze, Sonne, Alkohol und Stress. Ich gehe nie in die Sauna und bei längeren Aufenthalten in der Sonne benutze ich eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50. Alkohol meide ich konsequent, weil sich sonst sofort meine Wangen röten. Meinen Alltag versuche ich möglichst stressfrei zu gestalten. So gönne ich mir zwischendurch Ruhepausen. Darüber hinaus habe ich mir bestimmte Entspannungstechniken angeeignet, die mir bei der Stressbewältigung helfen. Hierzu gehört die progressive Muskelentspannung. Ich habe den Eindruck, dass sich die Vermeidung von Stress positiv auf mein Hautbild auswirkt. Rückblickend lehrte mich die Rosacea somit ein besseres Stressmanagement.

Ich möchte aufklären

Als Betroffener muss man lernen, die Krankheit anzunehmen. Patienten sollten sich ihrer Therapiemöglichkeiten bewusst werden und in ihnen eine Chance sehen. Deshalb ist der Besuch beim Hautarzt wesentlich. Nur er kann die geeigneten Behandlungsoptionen mit einem besprechen und verordnen.
Ich habe schon Menschen, bei denen ich Rosacea vermutete, auf die Behandlungsmöglichkeiten hingewiesen. Dabei erfuhr ich auch ablehnende Reaktionen; manche wollen nicht mit ihrem Leid konfrontiert werden. Eine Person entgegnete sogar: „Ach nein, ich finde mich mit meinem Hautzustand ab.“ Viele Betroffene sind sich nicht darüber im Klaren, dass es sich um eine chronische Entzündung der Haut handelt, die womöglich voranschreitet, wenn sie nicht richtig behandelt wird. Daher finde ich es wichtig, weiter aufzuklären.

Mein Wunsch für die Zukunft

Menschen mit gesunder Haut sollen ebenfalls für diese Erkrankung sensibilisiert werden. Als Patient ist es schließlich sehr unangenehm, wenn sich die Menschen umdrehen und einen kritisch beäugen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich während meiner Laser-Therapie oft angestarrt wurde. Denn solche Therapie-Sitzungen haben direkt im Anschluss oftmals kurzzeitige starke Gesichtsrötungen und Schwellungen im behandelten Bereich zur Folge. Mir persönlich ist es lieber, wenn die Menschen einfach fragen, was ich im Gesicht habe. Denn so kann ich den Grund meiner Gesichtsrötungen erklären und einen Beitrag zur Aufklärung leisten.

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