Mein Weg zur Diagnose
Zunächst habe ich die aufkommenden Rötungen für normal gehalten. Wer kennt das nicht: Nach einem Glas Rotwein wird es warm im Gesicht und die Durchblutung wird angeregt. Doch vor zehn Jahren fiel mir auf, dass die Gesichtsrötungen zunahmen und zuweilen für einen längeren Zeitraum blieben. Auch traten vermehrt Pickelchen auf, vor allem auf meiner Nase. Also entschloss ich mich, einen Hautarzt aufzusuchen. Dieser stellte die Diagnose „Rosacea“ – das war das erste Mal, dass ich von dieser chronischen Hauterkrankung hörte; obwohl etwa vier Millionen Menschen in Deutschland davon betroffen sind.
Mein Alltag
Ich habe mein Verhalten und meine Pflege entsprechend der Rosacea angepasst: Im Alltag vermeide ich meine „Trigger“-Faktoren. Ich trinke kaum Alkohol und verzichte auf scharfes Essen. Auch habe ich das Rauchen eingestellt. Außerdem hat die tägliche Pflegeroutine einen hohen Stellenwert in meinem Leben. Morgens und abends reinige ich mein Gesicht mit milden Kosmetika. Tagsüber trage ich immer Make-up, um eventuelle Rötungen zu kaschieren.
Meine Behandlung
Ich habe das Glück, dass bereits sehr früh die Diagnose Rosacea gestellt wurde. Da die Hauterkrankung noch im Anfangsstadium war, konnten direkt Schritte zur Behandlung meiner Haut eingeleitet werden. Täglich benutze ich ein entzündungshemmendes Gel, das mir mein Hautarzt verschrieben hat.
Ich bin regelmäßig in dermatologischer Behandlung. Da mein Gesicht, besonders im Nasenbereich, zu auffälligen Rötungen neigt, lasse ich regelmäßig Laserbehandlungen durchführen. Einige der roten Stellen konnten dadurch sogar dauerhaft beseitigt werden.
Zusätzlich habe ich über meinen Hautarzt eine gute Kosmetikerin gefunden. Sie behandelt mich mit Masken und Peelings, immer angepasst an meinen aktuellen Hautzustand. Dies hilft meiner Haut, sich zu regenerieren und auch ich kann mich dadurch besser entspannen.
Mein Ausblick
Meine Hauptproblemzonen, meine Nase und die Wangen, werde ich bis an mein Lebensende haben. Zu Beginn war meine Haut großporig und stark gerötet, heute bin ich mit meinem Hautzustand wieder sehr zufrieden. Eine gewisse Unsicherheit wird mich allerdings mein Leben lang begleiten. So achte ich darauf, dass mich Kollegen, Bekannte und Freunde niemals ohne Make-up sehen. Das Schminken ist zu meiner „Schutzhülle“ geworden. Niemand, der mir auf der Straße begegnet, würde ahnen, dass ich eine chronische Hauterkrankung habe.
Meine Botschaft
Ich kann allen Betroffenen nur raten: Auch wenn man manchmal keine Lust hat, ist es wichtig, seine Haut ordentlich zu pflegen und zu reinigen. Ich habe gelernt, wie viel die richtige Behandlung der Rosacea im Alltag ausmacht und wie viel wohler man sich durch diesen geringen Aufwand fühlt. Zusätzlich kann einem der Hautarzt mit vielen Tipps und Tricks für den Alltag helfen, weshalb ich jedem mit einer solchen Erkrankung empfehlen würde, sich einen Hautarzt zu suchen, dem er vertraut. Nur er kann einem eine geeignete (medikamentöse) Therapie empfehlen und auch im kosmetischen Bereich weiterhelfen.