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18.08.2026

Die unsichtbaren Symptome der Rosacea

Die Hautkrankheit Rosacea ist klassischerweise durch körperliche und sichtbare Symptome im Gesicht gekennzeichnet. Hierzu zählen anhaltende/anfallsartige Rötungen (Flushs), Papeln (Knötchen) und Pusteln (Eiterbläschen), Teleganieektasien, Hautverdickungen und Schwellungen sowie gerötete Augen. Doch es gibt auch zahlreiche nicht sichtbare Beschwerden und Symptome bei Rosacea, die Betroffene deutlich belasten können.

Wenn die Haut brennt und juckt

Durch die Entzündungsreaktion leiden die meisten Rosacea-Betroffenen unter einer sehr empfindlichen Gesichtshaut. Viele Patient:innen berichten zudem über nicht sichtbare Symptome der Haut wie etwa Brennen, Stechen, Juckreiz oder auch Trockenheit. Diese nicht sichtbaren Symptome werden von vielen Betroffenen als eine starke zusätzliche Belastung empfunden. Daher ist es sehr wichtig, dass Rosacea-Patient:innen auch hierzu mit ihrem Hautarzt/ihrer Hauärztin sprechen, so dass die Rosacea-Therapie die Symptome gezielt adressiert.

Wie fühlen sich Menschen mit Rosacea?¹'²

Neben den körperlichen Symptomen kann die chronische Hauterkrankung Rosacea auch psychische, soziale und emotionale Auswirkungen haben. Gleichzeitig sind die Auswirkungen der chronischen Hautkrankheit für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem beträchtlich.

Da Rosacea für alle sichtbar ist, werden Betroffene häufig mit neugierigen Blicken oder unangebrachten bewussten und unbewussten Reaktionen ihrer Umwelt konfrontiert. Diese Vorurteile können zu einer erheblichen emotionalen Belastung von Rosacea-Betroffenen führen.

So können Rosacea-Betroffene eine Minderung des Selbstvertrauens erleben, sich durch ihre sichtbaren und unsichtbaren Hautbeschwerden entmutigt bzw. niedergeschlagen fühlen, in sozialen Interaktionen ängstlich oder unruhig sein oder eine depressive Verstimmung entwickeln.

Umfragen mit Rosacea-Betroffenen zeigen: Erwerbstätige Patient:innen berichten davon, dass die Rosacea ihre Arbeitsproduktivität beeinträchtigt (55% der Befragten). Ebenso berichten 86% der befragten Betroffenen davon, dass sie ihr Verhalten im Alltag geändert haben, um einen Krankheitsschub zu vermeiden, auch, da sie sich selbst die Schuld für das Auftreten von Schüben geben. Dabei geht es beispielsweise um das Vermeiden von Sonne (50%), Verzicht auf Alkohol (33%) und/oder auf scharfe Lebensmittel (26%).

Offen über die Erkrankung sprechen – mit dem Umfeld und beim Arzt/bei der Ärztin

Auch wenn Du Dich manchmal über Dein Umfeld ärgerst, denke immer daran: Die meisten Vorurteile kommen durch Unwissenheit zustande. Oft hilft also eine spontane und freundliche Reaktion bzw. Information Deinerseits, um die Situation aufzuklären und für beide Seiten zu entspannen. Wichtig ist aber, dass Du Klarheit schaffst, falls Du Dich im beruflichen Umfeld benachteiligt fühlst. Hier hilft nur ein offenes Gespräch über Deine Rosacea-Erkrankung mit Vorgesetzten und Kolleg:innen. So kannst Du Missverständnisse am Arbeitsplatz aus dem Weg räumen.

Und ganz wichtig: Für eine erfolgreiche und allumfassende Behandlung ist der regelmäßige Austausch mit Deinem Hautarzt bzw. Deiner Hautärztin unerlässlich. Sie können Dir eine individuell passende Therapie verordnen, die auch Deine nicht sichtbaren körperlichen Symptome der Rosacea berücksichtigt. Ein erfolgreicher Thearpieverlauf kann sich positiv auf Deine Lebensqulität auswirken.

 

Literatur: 1. Rosacea: Beyond the visible online report, BMJ Hosted Website (http://hosted.bmj.com/rosaceabeyondthevisible)

2. Beyond the Visible: Rosacea and Psoriasis of the face, BMJ Hosted Content 2020. (https://hosted.bmj.com/rosaceabeyondthevisible) 

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