Weniger ist mehr
Als erstes gilt: Wer es zu gut meint, macht es meistens schlimmer. Überschüttet Eure Haut nicht mit zu vielen Pflegeprodukten, sondern gebt ihr nur das, was sie wirklich braucht.
Auch waschen solltet Ihr sie nicht zu häufig, das bringt nur ein Ungleichgewicht in die natürliche Hautbarriere und reizt die empfindliche Haut mehr als alles andere. Ein- bis zweimal am Tag mit einer seifenfreien Waschlotion das Gesicht sanft reinigen ist vollkommen ausreichend. Abschließend nicht mit dem Handtuch das Gesicht trocken rubbeln, sondern sanft abtupfen!
Fettfrei ist einwandfrei
Habt Ihr auch schon vor einem Regal mit unzähligen Cremes gestanden und wart völlig ahnungslos was Ihr nehmen sollt? Mir ist das jedenfalls schon öfter passiert. Ich schaue dann immer genau, welche Inhaltsstoffe auf den Cremes angegeben sind und frage auch um Rat.
Wichtig ist: Lasst Euch nicht von den Werbeversprechen verleiten! Wir Rosacea-Patienten sollten darauf achten, dass Gesichtscremes für uns möglichst „leicht“ sind, also nicht „fettend“ und möglichst wenig „Öl“ enthalten. Also lasst Euch nicht von Produkten mit Anti-Aging-Versprechen oder auch Pflegeserien für unreine Haut um den Finger wickeln. Die unreine Haut, die dort gemeint ist, hat nichts mit unserer Rosacea zu tun. Ein Leitfaden für die Pflege und Reinigung der Rosacea-Haut steht hier zum Download bereit.
Schminken ist erlaubt!
Ich habe schon von einigen gehört, dass sie sich nicht trauen ihre Rötungen und Symptome zu schminken. Natürlich aus Angst, dass man damit noch schlimmere Reaktionen der Haut hervorruft. Doch ich kann Euch zumindest in dieser Hinsicht beruhigen: Auch bei Rosacea ist Schminken erlaubt! Aber auch hier müssen wir natürlich darauf achten, welche Produkte wir verwenden. Am besten sind solche, die den Hinweis „nicht komedogen“ tragen.
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an unsere Aktion aus dem letzten Jahr, da hat der Beauty-Experte Boris Entrup sehr nützliche Tipps zum Thema Make-up gegeben, die Ihr Euch in verschiedenen Videos anschauen könnt. Wenn Ihr Euch dafür interessiert, schaut rein.
Sonnenschutz nicht vergessen
Egal welches Produkt Ihr für Eure Haut gefunden habt: Achtet immer darauf, Euch auch gut gegen UV-Strahlung zu schützen. Einige Produkte haben sogar UV-Schutz direkt integriert. Trotzdem solltet Ihr auch einen zusätzlichen Sonnenschutz verwenden. Das optimale Sonnenschutzprodukt sollte sowohl einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor von 30 bis 50+ haben (ausgewiesen auf der Packung als LSF für „Lichtschutzfaktor“, oder SPF für „sun protection factor“) als auch vor UVA- und den Folgen der Infrarot-Strahlen schützen.
Eure Rosa