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20.05.2013

Junge Patientin berichtet: „Ich war erschrocken, dass Rosacea meist erst im Alter von 30 bis 50 Jahren auftreten soll. Ich bin 23!“

Ich heiße Franziska und war 23 Jahre alt, als vor einigen Monaten auf einmal diese typischen Hautrötungen in meinem Gesicht entstanden. Daraufhin suchte ich einen Hausarzt auf. Dort wurden die Rötungen als mögliche Reaktion auf eine Allergie ausgelegt. Ich hatte allerdings zusätzlich einen zeitnahen Termin bei einem Dermatologen bekommen, der dann letztendlich die Hautkrankheit Rosacea (Rosazea) bei mir feststellte und mir eine spezielle Pflege verordnete. Seitdem bin ich in regelmäßiger Behandlung. Bis zu meiner Diagnose wusste ich über diese Hautkrankheit nichts.

Mein Leben mit Rosacea

Bedingt durch die Hautkrankheit bin ich ständig starken Hautrötungen und Juckreiz ausgesetzt. Die auffälligen roten Wangen in meinem Gesicht beeinflussen auch mein Selbstbewusstsein. Hinzu kommt, dass ich vorsichtig mit Kosmetika sein muss, da ich die Symptome nicht verschlimmern möchte. Man lebt mit der ständigen Ungewissheit, ob es schlimmer werden wird oder bleibt wie es ist. Außerdem war ich über die alltäglichen Einflüsse, die sich auf die Rosacea auswirken, sehr erschrocken – Alkohol, Zigaretten, scharfes Essen, Hitze. An die Umstellung und Rücksichtnahme im Alltag musste ich mich erst gewöhnen. Bis heute fällt mir insbesondere der Verzicht auf scharfes Essen schwer.

Das Internet bietet mir viele Informationen

Anfänglich war mir Rosacea völlig unbekannt. Lediglich die Symptome der Knollnasen habe ich zuvor bei manchen Menschen gesehen, ohne diese aber der Hautkrankheit zuordnen zu können. Ich habe mich viel im Internet informiert. Ich fragte mich zum Beispiel, in welchem Alter Rosacea meist auftritt. In der Regel betrifft es Menschen mittleren Alters. Ich war sehr erschrocken, dass ich es so früh bekommen habe. Informationsseiten und die offizielle Rosacea-Hilfeseite haben mir geholfen, eine konkrete Vorstellung des Krankheitsbildes zu entwickeln.

Vorsichtig bei der Pflege

Bei der Hautpflege achte ich vor allem auf eine milde Pflege und lauwarmes Wasser. Ich verwende eine spezielle Reinigungslotion aus der Apotheke, die keine unnötigen Zusatzstoffe enthält. Es ist wichtig, sehr behutsam mit der Haut umzugehen und starkes Reiben zu unterlassen. Kosmetika wie Make-Up oder Anti-Falten-Cremes verwende ich auch nicht mehr. Alles was von den Wirkstoffen nicht speziell auf diese Hautkrankheit abgestimmt ist, reizt unnötig. Von meinem Hautarzt habe ich eine medizinische Creme mit dem Wirkstoff Metronidazol verschrieben bekommen. Sein dringender Rat: Nur die medizinische Tagescreme verwenden und alles andere wenn möglich vermeiden!

Mein Tipp an andere Betroffene

Bei auftretender Hautveränderung unbedingt sofort zum Hautarzt gehen und nicht zu lange warten. Je früher Rosacea getestet und festgestellt werden kann, desto besser ist dies für den Heilungsprozess.

1 Kommentare

evi
22.02.2022 um 14:42
sei froh, dass du so schnell eine diagnose hast! bei mir reagierte meine hausärztin nicht und überging es. so nach dem motto: ich soll mir nix antun, ist halt so. kaum ein jahr später waren es nicht nur rote wangen und danach flecken, sondern zusätzl. agressive rote pusteln. mein jetziger schub dauert schon ewig. habe f. solche zeiten med. creme mit wirkstoff erythromycin. hilft eher schwach u. trocknet aus. überlege mich v. d. hautäztin lasern zu lassen. hat jemand erfahrung damit?
Susanne Gugler
22.02.2022 um 14:42
Guten Tag

Ich habe seit vielen Jahren Rosazea. Man kann durchaus damit leben. Meine Haut hat jeweils gebrannt wie Feuer und das sogar bei lauwarmen Wasser. Die Schmerzen haben mich fast verrückt gemacht. Nicht zu reden von Isolation, die folgt. 1 bis 2 Mal im Jahr habe ich Antibiotika genommen, das hatte aber nur vorübergehend eine schöne Haut zur Folge hatte. Stärkere Antibiotika haben länger geholfen.
Nun gebe ich jeden Morgen ein wenig reinen Apfelessig (von der Landy) auf einen Wattenbausch, verdünne es mit Wasser. Man vermutet, dass Rasazea auch durch Milben begünstigt wird. Ich habe das Gefühl, dass die Milben dieses Gemisch nicht mögen. Anschliessend verwende ich die Hydrocreme "bei fettiger Akne" von Hans Karrer und kann dann das Make-up von Lavera (Reformhaus) auftragen. Kein Brennen, kein unangenehmes Gefühl. Seit fast 2 Jahren ist die Rosazea so stabil und dank dem verträglichen Make-up sieht man die Rötungen auch nicht mehr. Mit Lasern wäre ich sehr zurückhaltend. Oder ich würde mindestens 2 Spezialisten um Rat fragen.

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